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Campus-News

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Studenten auf die Couch

Köln, 03. April 2009

Depressionen, Konzentrationsstörungen, Angstzustände: Die Zahl der Studierenden, die Beratungsstellen aufsuchen, ist an einigen Hochschulen in den vergangenen Jahren merklich gestiegen.

Die Psychotherapeutische Ambulanz der Uni Göttingen etwa geht für 2008 von einer Verdoppelung der Beratungszahlen im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Zahl der Therapeuten wurde vorsorglich von zwei auf vier Therapeuten aufgestockt. Auch die Zahl der Studenten, die zur Beratung kämen, habe sich in dieser Zeit verdoppelt, so eine Mitarbeiterin. Als Ursachen werden sowohl die Umstellung auf das Bachelor-Master-System sowie die Einführung der Studiengebühren gesehen.   

Die Folge der Umstellung: Der Druck wächst, mehr Stoff muss in weniger Zeit bewältigt werden. Gleichzeitig müssen die Studenten mehr arbeiten, um sich das Studium zu finanzieren. Zu den 500 Euro Studiengebühren je Semester kommen je nach Universität noch 200 bis 270 Euro für das Studentenwerk, das Semesterticket und Verwaltungsgebühren hinzu.   

Die hannoversche Universität berichtet über einen Anstieg der Beratungen von knapp sechs Prozent im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr, obwohl die Studentenzahlen in Hannover insgesamt gesunken sind. Das hat auch Auswirkungen auf die Wartezeit für ein Beratungsgespräch: Zwischen zwei und drei Wochen müssen Studenten nach Angaben der Uni derzeit warten, bis sie einen Termin bekommen. Die Sozialberatung des Studentenwerks verzeichnete 2008 einen Anstieg von 13 Prozent gegenüber 2007, insgesamt ließen sich im vergangenen Jahr 2950 Studenten beraten. Mehr als die Hälfte der Hilfe suchenden Studenten komme vor allem wegen Fragen der Studienfinanzierung.

Studenten, die die 500 Euro Studiengebühren nicht bezahlen können, können beim Allgemeinen Studierendenausschuss AStA einen Antrag auf ein Darlehen stellen. Doch der Etat ist begrenzt: Die Studentenvertretung in Hannover zum Beispiel hat für diese Fälle 80 000 Euro im Moment zur Verfügung. Bei 160 Anträgen sei das Geld schnell aufgebraucht, so der AStA. Im vergangenen Jahr waren es mit 112 Studenten noch deutlich weniger Antragssteller.

Missbrauchte Moneten
taz-Leserkommentare

Kaum nimmt die taz das sensible Thema "Missbrauchte Studiengebühren" in die Hand, ist in den Leserkommentaren ein aufgebrachtes Getöse zu vernehmen. weiter zu: Missbrauchte Moneten taz-Leserkommentare

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Schon wieder ein neues Jahr. Schon wieder fragt jeder, ob man denn schon gute Vorsätze hat. Und jeder weiß, dass man sie spätestens Ende Januar über Bord werfen wird. Unicheck fragt trotzdem – und zwar die Unis. weiter zu: Der Speck muss weg

Neue Vorsätze für 2009?
Schiebt sie einfach auf!

Eigentlich sollte dieser Text längst geschrieben sein. Eigentlich schon vor Weihnachten, um dann ganz entspannt ein paar freie Tage zu haben. Irgendwie kam dann aber so viel anderes dazwischen. Geschenke kaufen, lange schlafen, so was. Und jetzt muss er morgen fertig sein. weiter zu: Neue Vorsätze für 2009? Schiebt sie einfach auf!

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