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Weniger zahlen für die Auto-Versicherung

Weniger zahlen für die Auto-Versicherung

Auto-Versicherungen sind für Studenten besonders teuer. Mehr als das Doppelte der üblichen Gebühren sind oft fällig. Wie ihr trotzdem sparen könnt, verrät der Unicheck-Sparfuchs

Ein eigenes Auto während des Studiums ist teuer – auch, weil die Kosten für eine Auto-Haftpflichtversicherung für junge Leute besonders hoch sind. 230 Prozent Aufschlag auf die üblichen Tarife sind bei Fahranfängern üblich, hat die „Stiftung Warentest“ ermittelt.

Einfach auf die Versicherung verzichten können Studenten aber nicht: Jeder Autofahrer muss eine Auto-Haftpflichtversicherung abschließen, das ist Gesetz. So sollen Opfer und Verursacher von Unfällen finanziell abgesichert werden. Wer einen Crash baut, muss nämlich neben den Sachschäden am anderen Auto auch für mögliche Krankenhausbehandlungen gerade stehen – bis hin zu lebenslangen Renten bei Invalidität.

Da die Versicherungen keine Fahranfänger und Risikogruppen wie Studenten ablehnen dürfen, schrecken sie die vermeintlichen Raser und Trunkenbolde mit hohen Beiträgen ab. Das Zwei- bis Dreifache der üblichen Prämien verlangen manche Anbieter. Eine Möglichkeit die Kosten zu drücken: Das Auto als Zweitwagen der Eltern versichern, das senkt die Prämien deutlich. Statt durchschnittlich 230 Prozent werden dann nur noch 140 Prozent der üblichen Tarife fällig.

Wer ein Auto zum ersten Mal anmeldet und mindestens 25 Jahre alt ist, dem empfiehlt der Versicherungsmakler „Versdirekt“ das Angebot der „DBV-Winterthur“. Auch hier wird das Auto bei den Eltern als Zweitfahrzeug eingestuft, die Versicherung läuft aber trotzdem auf den Namen des Studenten. Hier, wie bei allen Versicherungen, ist aber der Blick auf das Kleingedruckte wichtig: Der Autobesitzer darf den Wagen an niemanden verleihen, der jünger als 25 Jahre alt ist. Dann verfällt der Versicherungsschutz.

Wer sein Auto auf jeden Fall auf den eigenen Namen versichern will, sollte das erst tun, wenn er seinen Führerschein schon mindestens drei Jahre lang hat. „Stiftung Warentest“ empfiehlt: Am besten bei der gleichen Versicherung anmelden, bei der auch die Eltern sind: dann ist ein Einstieg ebenfalls bei 140 Prozent der Standardtarife möglich.

Studenten nicht abschrecken, sondern anlocken will seit kurzem die Direktversicherung „Cosmos Direkt“. Sie wirbt mit deutlich günstigeren Beiträgen als die Konkurrenz speziell um Studenten und Akademiker. Die Spar-Tarife gelten für alle Versicherten, die derzeit an einer Hochschule oder Berufsakademie immatrikuliert sind.

Bei allen Anbietern sparen kann übrigens, wer den Gesamtbetrag der Versicherungen überweist statt in Raten zu zahlen. Bei halb- oder vierteljährlicher Zahlung kassieren Versicherungen üblicherweise Zuschläge von 3 bis 5 Prozent.

Die Preisunterschiede zwischen den Versicherungen sind enorm, ein Vergleich bringt oft bares Geld. Da die Tarife sehr unübersichtlich sind und sich je nach Alter des Fahrers, Art des Autos und Anzahl der bislang verursachten Unfälle unterscheiden, bietet die Stiftung Warentest auf ihren Internetseiten für 16 Euro eine individuelle Analyse der geeigneten Angebote an.

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